Die verschiedenen Typen von Atemschutzmasken

Atemschutzmasken sind im Jahr 2020 vor aller Munde. Dies war in den letzten Jahrzehnten aber nicht immer so. Vielmehr fühlten sich die Menschen in Deutschland und Österreich frei von problematischen Gasen, Viren und sonstigen Verschmutzungen. Das Atmen war unbewusst und die Luft ein natürlich verfügbares Gut. Masken für den Atemschutz kannte man also nur aus der Geschichte, aus Erzählungen aus dem Ersten Weltkrieg oder aus Kriegsgebieten im Mittleren Osten. Nun haben Atemschutzmasken auch wieder bei uns Einzug gehalten und mit ihnen auch das größere Bewusstsein beim Atmen. Wir sind eben doch mit der Welt mehr und intensiver verbunden, als wir wahrhaben wollen.

Die Vollmaske
Vom Typ her unterscheidet man zwischen einer Vollmaske und einer Halbmaske. Die Vollmaske ist jene Maske, die einen allgemein den Schauer über den Rücken laufen lässt. Das Gesicht ist gänzlich verhüllt, meist ist vor der Nase eine Art Rüssel, das Material ist Silikon oder auch Gummi. In dieses Grundgerüst sind 2 Sichtscheiben aus Glas oder Kunststoff eingebracht. Die Atmung erfolgt in die Maske hinein, welche ein Atemventil besitzt und eine Sprech-Membran. Diese Masken werden vor allem beim Militär eingesetzt, oder bei Feuerwehreinsätzen. Hier gibt es auch die Kombination von Helm und Maske. Eine Vollmaske ist meist zweischalig, sie hat eine äußere und eine innere Maske. Das Problem, welches sich nämlich ergibt, ist das Beschlagen der Sichtscheiben von Innen. Dies wird durch eine Innenmaske oder durch Luftkanäle versucht zu minimieren.

Die Halbmaske
Die Halbmaske wiederum bedeckt nicht den ganzen Kopf, sondern umschließt lediglich die Bereiche Mund und Nase. Die Augen bleiben unbedeckt von der Maske. Trotzdem kann eine Brille mit seitlicher Abdichtung zum Schutz natürlich zusätzlich aufgesetzt werden. Sie zählt dann aber nicht zur Maske. Die tatsächliche Maske wird oberhalb der Nase abgedichtet und zieht sich entlang der Wangen. Diese Partien sind nur schwer abzudichten. Auch hat eine Halbmaske keine Innenmaske und keine Sichtscheiben. Anwendung finden Halbmasken bei Bauarbeiten als Staubschutzmasken, bei Silo-Begehungen, in der Bildenden Kunst, im Bergbau und im Gesundheitsbereich.

Man unterscheidet zudem zwischen einer FFP1 Maske, einer FFP2 Maske und einer FFP3 Maske. FFP kommt aus dem Englischen und heißt: filtering face piece. Die Kategorie zeigt die unterschiedliche Anzahl und Größe der Partikel an, die durch die Maske dringen können. Dabei kann es sich um Luft, ölige Aerosole oder wässrige Partikel handeln. FFP1 Masken bieten den geringsten Schutz beziehungsweise die größte Maschenweite, während FFP3 Masken einen hohen Schutz bieten. Alle FFP Masken bieten jedoch keinen Schutz vor Dämpfen und Gasen. Gase können nur durch speziell eingebaute Filter abgehalten werden, welche aber in einer Feinstaubmaske nicht eingebaut sind. Hier empfiehlt sich das Tragen einer Vollmaske.

Zur besseren Qualitäts-Identifikation gibt es diverse Prüfzeichen. Gute Masken besitzen einen Filter (FFP2 und FFP3) und sind aus einem Material, welches nicht elektrostatische Wirkung hat. Damit kann Staub abgehalten werden und das Atmen wird erleichtert. Erleichtert werden kann das Atmen auch durch das Tragen einer FFP1 Maske. Diese ist nur aus sehr leichtem Stoffgemisch und die Abdichtung sitzt locker, was beim Tragen zwar weniger Schutz aber ein angenehmeres Gefühl ergibt.